Apotheke Dr. Jörg Aichner
Oberstadt 43 - Klausen - Tel. 0472 846096
Öffnungszeiten 8.00-12.30/15.00-19.00
Samstag 8.00-12.00
Diensthabende Apotheke
Stadtapotheke Peer
Adlerbrückengasse 4
Tel. 0472 836173

Diensthabender Arzt am Wochenende:

Samstag und Sonntag

Tel. 331 9928128



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In jedes Reisegepäck gehört auch eine Reiseapotheke.

Reiseziel, Reisedauer und Reiseart bestimmen ihren Inhalt.

Eine Reiseapotheke soll so wenig wie möglich und so viel wie nötig enthalten.

Allgemeine Tipps zur Reiseapotheke  

Generell beachten:

· Wählen Sie Arzneimittel aus, die sich bei Ihnen bewährt haben und die Sie gut vertragen.

· Stellen Sie die Apotheke am besten schon vor der Reise zusammen. In einigen Ländern sind Arzneimittel zwar günstiger als bei uns. Die Qualitätsanforderungen an Arzneimittel sind im Ausland jedoch zuweilen nicht so hoch wie bei uns. Vor allem außerhalb Europas sind Medikamentenfälschungen im Umlauf, die gesundheitsschädlich sein können.

· Werfen Sie einen Blick auf das Verfallsdatum des Arzneimittels. Vorsicht: Das Datum gilt bei Flüssigkeiten und Salben nur für ungeöffnete Packungen.

· Bei Reisen in warme Länder müssen die Lagerungshinweise für Medikamente beachtet werden. Ein geschmolzenes Schmerz- oder Fieberzäpfchen nützt im Bedarfsfall niemandem mehr.

· Müssen Sie Medikamente zu einem festen Zeitpunkt einnehmen? Erkundigen Sie sich bei Fernreisen, wie groß die Zeitverschiebung ist. Einige Medikamente werden in ihrer Wirkung beeinträchtigt, wenn der Einnahme-Rhythmus nicht eingehalten wird. Der Empfängnisschutz der Pille ist ein bekanntes Beispiel dafür.

Die Grundausstattung

Unbedingt dabei haben:

· Individuell notwendige Medikamente: Haben Sie eine chronische Erkrankung? Nehmen Sie Medikamente, die Sie täglich einnehmen müssen, in ausreichender Menge im Handgepäck mit. Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker, ob mit anderen Arzneien Wechselwirkungen bestehen. Neigen Sie zu bestimmten Beschwerden? Bestücken Sie Ihre Reiseapotheke mit Medikamenten gegen Allergien, Sodbrennen, Pilzinfektionen (Scheidenpilz, Fußpilz) oder Lippenherpes am besten mit einem Präparat, das Ihnen auch früher schon geholfen hat.

· Wunddesinfektion: Ein Desinfektionsmittel darf in keiner Reiseapotheke fehlen! Tipp: Anstatt der 200ml Flaschen raten wir zu Desinktionstüchern (z.B. Citrosil oder Germozero): Davon kann man auch nur 2 Stück mitnehmen. Vorteil: Sie brauchen wenig Platz und eignen sich gut zur Reinigung von Wunden.

· Verbandmaterial: Zur Versorgung von Wunden sind Pflaster, sterile Wundkompressen, elastische, auf sich selbst haftende Mullbinden (PehaHaft), 1 elastische Binde, am besten auch auf sich selbst haftend (z.B. Idealhaft), Klebeband, Schere, Splitterpinzette und Dreieckstuch wichtig.

· Fieberthermometer: Nicht nur in Ländern mit Malaria-Gefahr ist es notwendig, die Körpertemperatur genau zu erfassen. Beachten Sie bitte: Thermometer aus Glas sind ungeeignet, da sie leicht zerbrechen. Preiswerte digitale Fieberthermometer in verschiedenen Qualitäten kosten unter 10 €.

· Schmerz- und Fiebermittel: Medikamente gegen Fieber und leichte bis mittlere Schmerzen sind wichtig zur Behandlung von Fieber, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Gliederschmerzen, z.B. bei Erkältungen. Vorsicht: in Regionen, in denen zu Blutungen führende hämorrhagische Fieber, wie Dengue-Fieber oder Gelbfieber auftreten, sind blutverdünnende Stoffe wie Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin)  oder Diclofenac (z.B. Voltaren) ungeeignet. Am besten eignet sich hier Paracetamol (z.B. Tachipirina). Kautabletten können auch ohne Wasser eingenommen werden.

Die Zusatzausstattung

Nützlich sind außerdem:

· Medikamente gegen Übelkeit: Werden Sie von Reiseübelkeit geplagt, können Sie bereits 20 Minuten vor Fahrtbeginn ein entsprechendes Medikament in Kapselform einnehmen, z. B. Xamamina. Bei plötzlicher Übelkeit helfen schnell wirksame Kaugummi-Präparate, z. B. Travelgum. Die Wirkdauer ist ca. 4 Stunden. Doch Vorsicht: Diese Wirkstoffe machen müde. Eine Ausnahme ist das Scopolamin, das als Pflaster auf die Haut geklebt wird (z.B. Transcop).

·  Medikamente gegen Durchfall: Um Durchfall vorzubeugen, beachten Sie die Grundregeln der Nahrungsmittelhygiene. Ist kein Trinkwasser erhältlich, entkeimen spezielle Desinfektionsmittel das vorhandene Wasser, z.B. Micropur Tbl. Starker Flüssigkeitsverlust ist die größte Gefahr bei Durchfall, besonders für Kinder und Schwangere. Die wichtigste Maßnahme ist daher der Ersatz von Wasser und Salzen, die der Körper verloren hat, mit einem Elektrolyt-Pulver. Dabei ist wichtig, dass 1 Btl. Pulver genau in der vorgeschriebenen Menge Wasser aufgelöst wird: GES60 in 200ml, Humana Idravita in 250ml Wasser. Übrigens: Das alte Rezept "Cola und Salzstangen" ist ungeeignet und kann den Durchfall sogar verschlimmern. Loperamid (z.B. Diarstop) stoppt Durchfall sofort: 2 Kapseln sofort, 1 weitere nach jeder ungeformten Entleerung. Es ist jedoch nur sinnvoll um gefährlichen Wasserverlust zu bremsen oder kurzfristig eingesetzt wenn man z.B. eine Busfahrt überstehen muss. Sonst bleibt der Erreger weiter im Darm. Auf jeden Fall mitnehmen: Präparat zum Aufbau der Darmflora, z.B. Enterogermina Trinkfläschchen für Kinder und Erwachsene.

· Medikamente gegen Verstopfung: Verstopfung  wirken Sie am besten entgegen, indem Sie genügend trinken und ballaststoffreiche Nahrung essen. Eine große Portion Obst mit getrockneten Pflaumen, Feigen, Melonen oder reifer Papaya schmeckt und wirkt. Haben Sie mit diesen einfachen Maßnahmen keinen Erfolg, ist für kurze Zeit ein mildes Abführmittel hilfreich: Wir empfehlen zuerst FruttaFibra Früchtewürfel (vollkommen unschädlich). Wenn damit kein Erfolg erzielt wird Dulcolax Dragees. Wichtig: Ausreichend viel trinken.

· Medikamente gegen Allergien: Insektenstiche oder Allergien können lästigen Juckreiz hervorrufen. Unmittelbar nach dem Stich einen Ammoniakstift (z.B. After Bite) auf die betroffene Stelle tupfen. Etwas später hilft ein Gel mit einem Antihistamin (z.B. Fenistil Gel) oder Großmutters Hausmittel, ein Gel mit essigsaurer Tonerde. Sollte der Stich aufgekratzt oder infiziert sein, benötigen Sie eine Creme mit Antibiotikum und Cortison ( Gentalyn Beta oder ähnliches, rezeptpflichtig, Arzt fragen)

· Medikamente zur Behandlung von Prellungen und Zerrungen: In erster Linie sind Erste-Hilfe-Maßnahmen wichtig, und zwar Ruhe, Kälte, Hochlagern und Kompression (=elastische Binde).  Entzündungshemmende Medikamente lindern Schmerzen und lassen Schwellungen abklingen, z.B. Voltaren Emulgel oder Arnikagel. Bei anhaltenden starken Schmerzen und Schwellungen müssen Sie einen Arzt aufsuchen. 

· Medikamente gegen Schnupfen: Durch Klimaanlagen in Hotel und Bus holt man sich leicht eine Erkältung. Wenn Sie Schnupfen oder eine Nasennebenhöhlen-Entzündung haben, können Sie dadurch auf dem Flug eventuell keinen Druckausgleich mehr machen. Abschwellende Nasensprays (z.B. Actifed oder Otrivin)sind dann wichtig um Ohrenschmerzen oder gar Innenohrschäden zu verhindern.

· Medikamente gegen Halsschmerzen: Bei Halsentzündungen können Medikamente mit desinfizierender Wirkung Linderung bringen (z.B. Antoral Gola). Bei starken Schmerzen und Fieber sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

· Medikamente gegen Augenbeschwerden: Staub, Wind oder Licht verursachen auf Reisen häufig Bindehautentzündungen. Eine Sonnenbrille ist daher ein Muss. Lindernd wirken Augentropfen (z.B. Iridina light). Auch so genannte künstliche Tränen (z.B. Irilens) helfen bei leichter Reizung und Augentrockenheit. Ist die Augenreizung allergisch bedingt, helfen antiallergische Augentropfen (z.B. Iristamina).

· Sonnenschutzmittel: Sie sollten in fast alle Reisegebiete ein gutes Sonnenschutzmittel mitnehmen. Damit vermeiden Sie nicht nur einen lästigen Sonnenbrand, Sie beugen auch möglichen Langzeitfolgen wie Hautkrebs vor. Die Stärke des Sonnenschutzmittels wählen Sie entsprechend Ihrem Reiseziel und Ihrem Hauttyp aus. Bei leichten Verbrennungen helfen eine gute Après-Creme oder ein Antihistaminikum, am besten als kühlendes Gel. Bei starken Rötungen hilft kurzfristig eine dünne Kortison-Lotion oder Creme.

· Insekten abweisende Mittel (Repellentien): Ein guter Schutz vor Mückenstichen ist in Gebieten wichtig, in denen z.B. Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber oder die japanische Enzephalitis verbreitet sind. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird der Wirkstoff Bayrepel® empfohlen. Er ist in dem Präparat Autan® enthalten. Mittel auf der Basis ätherischer Öle wie Teebaumöl, Zitronenöl oder Kokosöl haben eine schwächere und kürzere Wirkung und sind daher in solchen Risikogebieten nicht zu empfehlen.

 

Link: Center for Disease Control Atlanta, beste unabhängige Website für Reisemedizin: www.cdc.gov